Richtig grillen auf dem Elektrogrill

Das Problem kennen sicherlich die meisten ambitionierten Grillfreunde: Bis auf einem Holzkohlegrill überhaupt Grillgut aufgelegt werden kann, dauert es eine geraume Zeit … Bis die Grillkohle die entsprechende Temperatur hat, kann schon mal, je nach Größe des Grills, eine Stunde vergehen. Besonders ärgerliuch ist das, wenn man das Grillgut liebevoll mit selbstgemachten Grillgewürzen mariniert hat und endlich grillen möchte.

Bei einem Elektrogrill geht das Ganze natürlich schneller! Die Heizstäbe im Inneren des Grills heizen sich sehr schnell auf und innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten ist der Elektrogrill ausreichend vorgeheizt und einsatzbereit. Zudem entsteht an allen Stellen des Elektrogrills eine gleichmäßige Temperatur, sodass das Grillgut gleichmäßig gegart wird.

Wichtig ist beim Grillen mit dem Elektrogrill, dass immer auf den Wasserstand geachtet wird. Liegen die Heizstäbe frei, bilden sich Dämpfe und insbesondere beim Grillen in der Wohnung oder im Haus kann das problematisch werden.

In der Praxis unterscheidet man zwischen direktem und indirektem Grillen sowie dem sogenannten Warmhalten.

BBQ mit dem Elektrogrill

BBQ mit dem Elektrogrill

Direktes Grillen und Warmhalten

Beim direkten Grillen handelt es sich um Fleisch und Gemüsesorten, die direkt aufgelegt werden und innerhalb weniger Minuten gar sind. Steaks oder Würstchen werden direkt gegrillt.

Die Temperaturen eines Elektrogrills lassen sich regeln – und von dieser Möglichkeit sollte man auch Gebrauch machen. Zum direkten Grillen von einem Steak beispielsweise, das normalerweise auch in der Pfanne kurz und scharf angebraten wird, empfiehlt es sich, eine hohe Temperatur einzustellen.

Dabei unterscheidet sich der Elektrogrill allerdings nicht von einem Holzkohlegrill: Das Fleisch soll von außen kross werden und innen saftig bleiben. Dafür ist es nötig, dass die Poren sich schnell schließen und das ist nur bei hohen Temperaturen möglich. Wenn Grillgut bereits gegart ist und nur noch warm gehalten werden soll, genügt hierfür eine geringere Temperatur. Im Gegensatz zum Holzkohlegrill lässt sich die Temperatur beim Elektrogrill perfekt regulieren, daher ist das Warmhalten keine große Sache.

Elektrogrills mit einer massiven Grillplatte, wie die beliebten Steba Elektrogrills, sind mitunter schwerer zu reinigen, als die Modelle mit frei liegenden Heizstäben. Möchte man sich das Reinigen vereinfachen, kann man sich mit Alufolie behelfen. Legt man diese unter das Grillgut, kommt die Grillfläche nicht mit Fett und Bratensaft in Berührung.

Indirektes Grillen auf dem Elektrogrill

Das indirekte Grillen eignet sich für größere Fleischstücke, die eine längere Garzeit mit sich bringen. Den Garvorgang könnte man mit einem Umluftofen vergleichen: Die Hitze ist hierbei gleichmäßig im Ofen verteilt und sorgt für einen Garvorgang von allen Seiten. Das Fleisch muss nicht gewendet werden.

Hähnchen oder sogar ein ganzer Braten sind Fleischsorten, die sich für das indirekte Grillen eignen.

Indirektes Grillen ist also nur mit einem Elektrogrill möglich, der mit einem Deckel ausgestattet ist. (Zum Beispiel der Steba VG 300.) Allerdings garantiert das noch immer nicht die Möglichkeit des indirekten Grillens auf dem Elektrogrill. Wichtig ist, dass der Elektrogrill mindestens zwei Grillflächen bietet, die mit voneinander getrennten Thermostaten ausgestattet sind. Diese Thermostate müssen auch getrennt regulierbar sein.